Verhaltenskodex für Lieferanten und Partner

 

Präambel

 

Die Gebrüder Schulte GmbH & Co. KG ist sich ihrer gesellschaftlichen, ökologischen und unternehmerischen Verantwortung bewusst. Als Unternehmen verpflichtet sich Gebrüder Schulte GmbH & Co. KG (im Folgenden "das Unternehmen") dazu, das Lieferkettengesetz einzuhalten und seinen Teil zur Einhaltung der Menschenrechte und Umweltstandards in seiner Lieferkette beizutragen. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir einen Verhaltenskodex erstellt, der die Verhaltensregeln und Standards für unsere Lieferanten und Partner enthält. Um dies zu gewährleisten, erwartet die Gebrüder Schulte GmbH & Co. KG, dass auch ihre Lieferanten die nachfolgenden Mindeststandards einhalten und auf deren Erfüllung in der gesamten Lieferkette hinarbeiten. Der Lieferant sichert zu ein Beschwerdeverfahren hinsichtlich der genannten Punkte zu etablieren und alle Beteiligten vor möglichen Vergeltungsmaßnahmen zu schützen.

Zu diesen Prinzipien zählen insbesondere, jedoch nicht abschließend:

 

1. Menschenrechte und Arbeitsbedingungen

 

Das Unternehmen respektiert die Menschenrechte und sorgt mit seinen Partnern dafür, dass sie in unserer Lieferkette eingehalten werden. Wir verpflichten uns, Diskriminierung, Zwangsarbeit und Kinderarbeit in jeglicher Form zu vermeiden.

Das Verbot der Kinderarbeit ist einzuhalten. Im Rahmen von Jugendarbeit sind die entsprechenden gesetzlichen Schutzvorschriften zu beachten. Der Lieferant hat für die Abschaffung von Kinderarbeit einzutreten.

Jede Art der Förderung und Durchführung von Zwangsarbeit und Sklaverei ist zu unterlassen. Der Lieferant hat für die Beseitigung aller Formen von Zwangsarbeit einzutreten.

Wir stellen sicher, dass unsere Lieferanten und Partner die internationalen Arbeitsstandards, wie sie in den ILO-Kernarbeitsnormen festgelegt sind, einhalten.

 

2. Achtung von Arbeitnehmerbelangen

 

Grundlegende Arbeitnehmerbelange sind auf allen Ebenen zu beachten und entsprechend erforderliche Maßnahmen zu ergreifen. Hierzu zählen insbesondere Maßnahmen zur Förderung und Sicherstellung der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Sicherheit am Arbeitsplatz, der Einhaltung von Mindestlohngesetzen, der Koalitionsfreiheit und ein Diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld. Der Lieferant hat die Vereinigungsfreiheit und die wirksame Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen zu wahren und für die Beseitigung von Diskriminierung bei Anstellung und Erwerbstätigkeit einzutreten.

 

3. Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen

 

Unsere Lieferanten respektieren die Vereinigungsfreiheit sowie das Recht, Interessengruppen zu bilden. Sie räumen ihren Arbeitnehmern auf Basis der nationalen Gesetzgebung das Recht ein, ihre Interessen wahrzunehmen.

Das Recht der Arbeitnehmer, Organisationen ihrer Wahl zu gründen, ihnen beizutreten und Kollektivverhandlungen zu führen, ist zu respektieren. In Fällen, in denen die Vereinigungsfreiheit und das Recht zu Kollektivverhandlungen gesetzlich eingeschränkt ist, sind alternative Möglichkeiten eines unabhängigen und freien Zusammenschlusses der Arbeitnehmer zum Zweck von Kollektivverhandlungen einzuräumen. Arbeitnehmervertreter sind vor Diskriminierung zu schützen. Ihnen ist freier Zugang zu den Arbeitsplätzen ihrer Kollegen zu gewähren, um sicherzustellen, dass sie ihre Rechte in gesetzmäßiger und friedlicher Weise wahrnehmen können.

Eine offene Kommunikation und der direkte Dialog zwischen den Arbeitskräften und der Unternehmensleitung sind am besten geeignet, um Probleme am Arbeitsplatz und vergütungsbezogene Kontroversen beizulegen. Die Geschäftspartner respektieren das Recht der Arbeitskräfte auf Vereinigungsfreiheit, auf Beitritt oder den Verzicht auf Beitritt zu Gewerkschaften, auf Anrufung der Arbeitskräftevertretung, auf Mitgliedschaft in Betriebsräten in Übereinstimmung mit den vor Ort geltenden Gesetzen. Den Arbeitskräften muss es möglich sein, mit der Unternehmensleitung offen und ohne Angst vor Repressalien, Einschüchterung oder Belästigung zu kommunizieren.

Die Lieferanten unterstützen das dritte Prinzip des Global Compact beziehen (Unternehmen sollen die Vereinigungsfreiheit und die wirksame Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen wahren). Im Einklang mit den ILO-Konventionen 87,98,135 und 154.

 

4. Ethik und Integrität

 

Das Unternehmen verpflichtet sich, ethisch und integer zu handeln. Wir erwarten von unseren Mitarbeitern, Lieferanten und Partnern, dass sie sich an hohe ethische Standards halten, einschließlich der Vermeidung von Bestechung, Korruption und anderen unethischen Praktiken. In Anlehnung an das Übereinkommen der Vereinten Nationen (UN) gegen Korruption und diesbezüglich geltende nationale Vorschriften ist sicherzustellen, dass alle Arten der Korruption unterlassen und verhindert werden. Einladungen und Geschenke sind nur in angemessenen Umfang zulässig und dürfen nicht zu einer Beeinflussung der geschäftlichen Beziehung führen. Jegliche Art von Interessenkonflikt ist zu vermeiden. Der Lieferant hat gegen alle Arten der Korruption, einschließlich Erpressung und Bestechung, einzutreten.

Wir stellen sicher, dass unsere Lieferanten und Partner die gleichen hohen Standards einhalten wie wir.

 

5. Vielfalt/Diversität und Inklusion (Minderheiten)

 

Die Vielfalt der Menschen und des Denkens wird geschätzt und die kulturellen Unterschiede sind bewusst. Unterschiedliche Ideen, Kulturen und Perspektiven überwinden unbewusste Barrieren und helfen, leistungsstärkere Teams gut ausgebildeter Mitarbeiter aufzubauen. Inklusion ist ein Spiegelbild der Unternehmenskultur, in der sich jeder Einzelne geschätzt, respektiert und unterstützt fühlt. Die Bereitschaft und die Fähigkeit, die einzigartigen Beiträge jedes Einzelnen zu erkennen, zu verstehen, zu respektieren und dann voll zu nutzen, werden allen helfen, ihr höchstes Potenzial zu entfalten. Inklusion ist eine der Voraussetzungen für Innovation und Erfolg, denn sie fördert die richtigen Bedingungen für optimale Leistung. Dies drückt sich in der aktiven und ausdrücklichen Unterstützung spezifischer Gruppen und Themen aus, wie z.B. der Berufseinsteiger, der Geschlechtergleichstellung etc.

Soweit es möglich ist, werden Menschen mit Behinderungen bzw. besonderen Bedürfnissen und Minderheiten in das Unternehmen integriert.

 

6. Beschwerdemechanismen / Whistleblowing und Schutz vor Vergeltung

 

Der Lieferant ist auf Betriebsebene für die Einrichtung eines wirksamen Beschwerdemechanismus für Einzelpersonen und Gemeinschaften, die von negativen Auswirkungen auch in der Lieferkette betroffen sein können, zuständig. Selbst dort, wo Rechtssysteme wirksam und gut ausgestattet sind, können Beschwerdemechanismen besondere Vorteile bieten, wie etwa einen raschen Zugang und rasche Abhilfe, reduzierte Kosten und transnationale Reichweite. Mitarbeiter, die eine Beschwerde wegen Verstößen gegen diesen Verhaltenskodex oder einschlägige Gesetze erheben, dürfen in keiner Form Disziplinmaßnahmen ausgesetzt werden.

 

7. Umweltstandards

 

Das Unternehmen setzt sich dafür ein, die Umweltbelastung in unserer Lieferkette zu minimieren. Wir erwarten von unseren Lieferanten und Partnern, dass sie sich an unsere Umweltstandards halten, einschließlich der Einhaltung geltender Umweltgesetze und -vorschriften, der Vermeidung von Umweltverschmutzung und der Förderung von Nachhaltigkeit. Darüber hinaus sind Maßnahmen zu ergreifen, die im Rahmen der globalen und gesellschaftlichen Verantwortung geboten sind und den Umweltschutz allgemein fördern. Der Lieferant hat im Umgang mit Umweltproblemen dem Vorsorgeprinzip zu folgen, hat ein größeres Umweltbewusstsein zu fördern und die Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien zu beschleunigen. Der Lieferant hat seine ökologische Leistung zu bestimmen. Der Lieferant legt Umweltziele fest, die die geltenden gesetzlichen und sonstigen Anforderungen sowie die ökologischen Auswirkungen auf seine Geschäftstätigkeit, Produkte und Dienstleistungen berücksichtigen, um die ökologischen Auswirkungen zu reduzieren und um Ressourcen und Kosten zu sparen. Die globalen Leitprinzipien hierbei sind:

1)    Treibhausgasemissionen, Energieeffizienzen und erneuerbare Energien

2)    Wasserqualität und Verbrauch

3)    Luftqualität

4)    Nachhaltiges Ressourcenmanagement und Abfallreduzierung

5)    Verantwortungsbewusstes Chemikalienmanagement

 

8. Transparenz und Kommunikation

 

Das Unternehmen verpflichtet sich, transparent zu sein und regelmäßig über unsere Fortschritte in Bezug auf die Einhaltung des Lieferkettengesetzes und unseres Verhaltenskodex zu berichten. Wir erwarten von unseren Lieferanten und Partnern, dass sie uns über ihre Fortschritte in Bezug auf die Einhaltung des Lieferkettengesetzes und ihrer eigenen Verhaltensregeln und Standards informieren.

 

9. Vertraulichkeit / Datenschutz

 

Der Lieferant verpflichtet sich, bezüglich des Schutz privater Informationen den angemessenen Erwartungen des Auftraggebers, der Zulieferer, Kunden, Verbraucher und Arbeitnehmer gerecht zu werden. Der Lieferant hat bei der Erfassung, Speicherung, Verarbeitung, Übermittlung und Weitergabe von persönlichen Informationen die Gesetze zum Datenschutz und Informationssicherheit und die behördlichen Vorschriften zu beachten.

 

10. Geistiges Eigentum / Plagiate

 

Rechte an geistigem Eigentum, an Produkten sind zu respektieren; Technologie- und Knowhow Transfer haben so zu erfolgen, dass die geistigen Eigentumsrechte und die Kundeninformationen geschützt sind. Die Nutzung, Gebrauch oder Verwendung gefälschter Teile ist ausdrücklich untersagt und wird streng geahndet. Das Verwenden, Weiterverarbeiten oder in den Verkehr bringen von Plagiaten wird nicht gebilligt. Die Veröffentlichung von Informationen muss vorab genehmigt werden oder aufgrund von Gesetzen oder Verordnungen zwingend sein.

 

11. Ausfuhrkontrollen und Wirtschaftssanktionen

 

Zahlreiche Länder wie Großbritannien, Frankreich, Deutschland und die USA haben Gesetze zur Ausfuhrkontrolle strategischer Produkte, Technologie und Software erlassen. Gebrüder Schulte, Lieferanten und Partner sind an diese Gesetze und Vorschriften gebunden. Die Unternehmenspolitik von Gebrüder Schulte verlangt ausdrücklich die Einhaltung sämtlicher geltender Regelung zur Ausfuhrkontrolle.

Eine Missachtung kann zivil- oder strafrechtliche Sanktionen zur Folge haben, darunter Bußgeldern Haftstrafen, Verlust von Exportgenehmigungen, Ausschluss, Widerruf zuvor erteilter Lizenzen, Beschlagnahme und Einziehung von Waren. Solche Sanktionen können Gebrüder Schulte, einzelnen Mitarbeitern und/oder anderweitig mit Gebrüder Schulte verbundenen Personen auferlegt werden. Aufgrund der enormen Wichtigkeit, der einer Einhaltung aller geltenden Vorschriften zur Ausfuhrkontrolle zukommt, setzen sich Mitarbeiter oder Gebrüder Schulte, die wissentlich solche Kontrollen oder der Compliance-Richtlinie zuwiderhandeln, entsprechenden Disziplinarmaßnahmen aus.

Gebrüder Schulte ermutigt Partner sowie Mitarbeiter, Handlungen, die ggf. Gesetze oder andere Vorschriften und Richtlinien von Gebrüder Schulte verletzen, zu melden. Gebrüder Schulte wiederum ist verpflichtet, gemeldete Vorfälle zu untersuchen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Gebrüder Schulte geht nicht gegen Personen vor, die Fragen stellen, auf Compliance Probleme hinweisen oder mögliches Fehlverhalten melden. Die einwandfreie Anwendung und Handhabung der Ausfuhrkontrollmaßnahmen unterstreichen das Engagement von Gebrüder Schulte für ethisch einwandfreies Geschäftsverhalten und die Einhaltung geltender Gesetze und Vorschriften.

 

12. Finanzielle Verantwortung

 

Die finanzielle Verantwortung und die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben ordnungsgemäßer Buchführung und Offenlegungsvorschriften ist für Gebrüder Schulte selbstverständlich.

Jede Art der Berichterstattung und Offenlegung in Form von Finanzabschlüssen, Berichten, Aufzeichnungen und Verlautbarungen entspricht der Wahrheit, den allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen, ist umfassend und verständlich.

 

13. Wettbewerbskonformes Verhalten

 

Die geltenden nationalen und internationalen Wettbewerbsgesetze sind einzuhalten. Hierbei werden insbesondere auf die Grundsätze des fairen Wettbewerbs und das Verbot wettbewerbsverzerrender Absprachen hingewiesen.

 

14. Durchsetzung

 

Das Unternehmen wird Verstöße gegen unseren Verhaltenskodex nicht tolerieren und wird angemessene Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass er eingehalten wird. Wir erwarten von unseren Lieferanten und Partnern, dass sie Verstöße gegen unseren Verhaltenskodex melden und mit uns zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass er eingehalten wird.

Gebrüder Schulte GmbH & Co. KG verpflichtet sich dazu, diesen Verhaltenskodex in der Lieferkette umzusetzen und sicherzustellen, dass unsere Mitarbeiter, Lieferanten und Partner seine Standards einhalten. Wir werden regelmäßig unsere Fortschritte in Bezug auf die Einhaltung des Lieferkettengesetzes und unseres Verhaltenskodex bewerten und kommunizieren.

 

15. Vermeidung der Verwendung von Konfliktmineralien

 

Es sind Maßnahmen zu ergreifen, die die Verwendung von Konflikt Mineralien, also Mineralien die direkt durch oder unter Inkaufnahmen von Menschenrechtsverstößen gewonnen werden, vermeiden.

 

Stand: 01.03.2024

Andrea Schulte

Geschäftsführende Gesellschafterin