Verschieberegale: Lagerkapazität steigern und Kosten minimieren


In puncto Zeitplanung ist „verschieben“ in der Regel ja gleichbedeutend mit Aufwand, Komplikation und Zeitverlust.

In puncto Zeitplanung ist „verschieben“ in der Regel ja gleichbedeutend mit Aufwand, Komplikation und Zeitverlust: „Wir müssen den Termin verschieben“. „Das Konzert ist verschoben – neuer Termin folgt“. All das macht den Alltag nicht unbedingt leichter. Und nur in den seltensten Fällen freuen wir uns über eine Verschiebung – wenn zum Beispiel die Zahnarztpraxis anruft und die Wurzelbehandlung verschieben muss.

Durchweg positiv besetzt ist das Thema „Verschieben“ dagegen im Bereich der Intralogistik, genauer gesagt im Verschieberegallager.

Den Dreh- und Angelpunkt – und Grund zur Freude – bildet hier das Verschieberegal. Es steht ganz grundsätzlich für:

  • Zugewinn durch Einsparung,
  • Wegfall von überflüssigen Gängen,
  • Gewinn an Nutzfläche,
  • Optimierung des Raumnutzungsgrades,
  • Verringerung der Betriebskosten,
  • Energie-Einsparung,
  • flexible Regalsysteme,
  • deutliche Erhöhung der Lagerkapazität,
  • Kurze Amortisationszeit und nicht zuletzt
  • Optimierung von Betriebsabläufen.

Kurz: eine Vielzahl von Erfolgsfaktoren, die alle auf das Konto „Lagerkapazität steigern und Kosten minimieren“ einzahlen. Und das alles auf Basis eines einzigen Regalgangs.

Die Basis eines jeden Verschieberegallagers bilden dabei die fahrbaren Unterbauten beziehungsweise Fahrwagen (oft auch „Sockel“ / „Schlitten“ / „Mobile Verfahrwagen“ oder auch „Verschiebewagen“ genannt). Diese Fahrwagen bringen den Rubel in puncto Lagerspiel ins Rollen und sind damit – technisch wie auch ökonomisch – das charakteristische Leistungsmerkmal des Verschieberegals.  

Diese Fahrwagen laufen/rollen auf in den Hallenboden eingegossenen Fahr-/Führungsschienen. Der Hallenboden muss dafür nicht von vorneherein ausgelegt sein. Zu diesem Zweck kann auch eine neue Bodenplatte gegossen werden, die dann in der Lage ist, die neu zu berücksichtigenden höheren Punkt- und Flächenbelastungen aufzunehmen. Auf dieser Bodenplatte werden dann die Fahrwagen positioniert und die Regalständer – ganz gleich für welchen Regaltyps – aufgebaut. Bei elektrisch betriebenen Fahrwagen/Regalen werden dabei natürlich zuvor noch die notwendigen elektrischen Leitungen verlegt und angeschlossen sowie die zur Steuerung der Anlage notwendigen Schaltpulte installiert.

Auf diesen schienengeführten fahrbaren Unterbauten werden dann die entsprechenden Regalaufbauten montiert. Dafür stehen sowohl Paletten- als auch Kragarm- oder Fachbodenregale zu Auswahl.

Ob manuell oder elektrisch betrieben: Verschieberegale erhöhen den Raumnutzungsgrad wie kein zweites System

Der Flächenbedarf eines Lagers wird zu einem Großteil von den Gängen zwischen den Regaleinheiten beziehungsweise von dem Gangbreitenbedarf der eingesetzten Flurförderzeuge definiert – und logischerweise „in die Höhe getrieben“.

Das Verschieberegal schiebt dem „Kostenfaktor Flächenbedarf“ dabei einen äußerst wirksamen Riegel vor. Die Lösungsformel lautet: Verdichtung durch Blockbildung. Daraus resultierten Vorteilen für jeden Betreiber. Ganz gleich in welcher Branche er tätig ist.

  • Die Einsparung an Regalgängen: dadurch, dass die Regale verschoben werden, wird nur noch ein Regalgang benötigt. Es wird nur der Regalgang geöffnet, in den das Flurförderzeug fahren muss, um das benötigte Lagergut zu entnehmen/zu kommissionieren. Durch diese Einsparung werden oftmals Kapazitätszuwächse im hohen zweistelligen Bereich realisiert.
  • Durch die Blockbildung der Regale und den daraus resultierenden Wegfall von Gängen wird die bis dato für die Lagerung gebundene Fläche als Nutzfläche freigesetzt und steht für weitere intralogistische Aufgaben oder andere Funktionen zur Verfügung.
  • Für die Erhöhung der Lagerkapazität muss keine neue Halle gebaut oder ein Grundstück gekauft werden.
  • Die bisher eingesetzte Flurförderzeugflotte kann weiterhin eingesetzt beziehungsweise eventuell sogar verkleinert werden.
  • Die Betriebskosten – wie sie zum Beispiel für Verkehrswege, Beleuchtung, Heizung oder auch Kühlung anfallen – lassen sich durch die auch energetisch im wahrsten Sinne des Wortes „günstige“ Blockbildung deutlich reduzieren.

Eine weitere Besonderheit: Das Verschiebe-regallager stellt hohe Anforderungen an die Sicherheit

So speziell Verschiebregale in ihrer Art sind, so speziell sind auch die Anforderungen an die Sicherheit. Hier kommt es darauf an, ein präzise aufeinander abgestimmtes Gesamtsystem zu installieren, das die Sicherheit im Schiebregalgang für alle Mitarbeiter gewährleistet – vor allem bei elektromotorisch betriebenen Anlagen. Hier besteht ohne Sicherheitssystem ansonsten die Gefahr des Einquetschens von sich im Regalgang befindlichen Personen.

Das Hauptmerkmal eines jeden Sicherheitssystems sind dabei die Lichtschranken. Diese befinden sich sowohl auf jedem fahrbaren beziehungsweise verfahrbaren Regal als auch auf den Außenseiten des gesamten Verschieberegal-Blocks.

Sobald sich die Anlage bewegt, aktiviert sich das System. Tritt dann unerwartet eine Person in den geöffneten Regalgang – beziehungsweise befährt diesen mit einem Flurförderzeug – wird die Stromversorgung der fahrbaren Regale unterbrochen. Die gesamte Anlage steht sofort still und kann nicht mehr bewegt werden. Es besteht keinerlei Gefahr im Regalgang eingequetscht zu werden. Erst wenn die betreffende Person den geöffneten Regalgang wieder verlassen hat und dieser absolut frei von Gegenständen ist, kann das Anlagesystem wieder manuell – mittels eines Resets – aktiviert werden. 

Zusätzlich zur Absicherung durch technische Lösungen, ist es auch in diesem Bereich zielführend, alle Mitarbeiter über Schulungen zu qualifizieren und für Gefahren zu sensibilisieren. Nur so kann ein Verschieberegallager effizient und sicher betrieben und instandgehalten werden.

Denn über eines muss man sich ebenfalls im Klaren sein. Bei einem Ausfall des Systems – zum Beispiel infolge von Fremdstoff-Einwirkung in den Schienen – ist der Zugriff auf das Lagergurt vorübergehend nur sehr stark eingeschränkt möglich. Hier ist es natürlich von großem Vorteil, dass das gesamte Regal – zusätzlich zur Möglichkeit der elektromotorischen Bedienung – auch manuell verschoben werden kann.

Fazit

Ganz gleich ob zum Beispiel im „klassischen“ energiesparenden Einsatzbereich der Tiefkühl- beziehungsweise Kühllager oder im Segment der sicherheitsrelevanten Lagerung von Akten, Edelmetallen oder Datenträgern: Verschieberegallager auf Basis von Paletten-, Fachboden- oder Kragarmregalen entfalten vor allem dann ihr volles Potential, wenn ihnen eine präzise Soll-Ist-Analyse sowie eine sorgfältige Auftrags- und Lagerplanung vorausgegangen ist. Von einem „Allrounder“ wie zum Beispiel Schulte Lagertechnik, der die einzelnen Schritte Planung – Projektierung – Realisierung – Service vereint. So lassen sich alle entscheidenden/zu berücksichtigenden Leistungsparameter aufeinander abstimmen.